Auf unserem WIFI-BLOG können Sie regelmäßig Trainerinnen und Trainer näher kennenlernen und sich Tipps von unseren Profis abholen. Heute erfahren Sie von Mag. Wolfgang Steinert, BA, was LENA für ihn bedeutet und warum er empfiehlt, sich möglichst oft mit anderen TeilnehmerInnen auszutauschen.

Was war Ihre interessanteste Erkenntnis zum Thema Lernen der vergangenen Jahre?

Lernen ist am effektivsten in der Gruppe, im Wechselspiel des Selbstprobierens und Angeleitetwerdens. Die Anleitung muss aber zum richtigen Zeitpunkt stoppen, um eine eigene Erkenntnis zu ermöglichen. Nichts ist langweiliger, als nur Stoff aufzunehmen (meist zu hören und zu lesen), aber selbst nichts Neues entdecken zu können. Wir Menschen sind neugierige Wesen. Ich wecke die Neugierde, indem ich „das Ende der Story“ nicht gleich erzähle.

Was bedeutet LENA für Sie und wie setzen Sie das in Ihren Trainings um?

LENA bedeutet Freude am Lernen erhalten oder auch wecken. Gleich nach der Frage des „Was will ich vermitteln?“ kommt LENA: „Wie kann ich das mit Spaß, kurzweilig und für die TeilnehmerInnen be-greif-bar vermitteln?“ Meine Umsetzung: Wichtige Informationen bringe ich kurz, wenn möglich humorvoll und anschaulich – und immer anhand eines Beispiels oder einer gemeinsamen Übung (z.B. Mittelwert der Schuhgrößen aller TeilnehmerInnen). Ich fordere die TeilnehmerInnen zur aktiven Teilnahme auf – im Mathematikunterricht zum Selbstrechnen gemeinsam mit der Person neben ihnen – und dabei SOLL auch gesprochen, diskutiert werden!

Was ist Ihr persönlicher Lieblingslerntipp?

Lernen Sie in der Gruppe und sprechen Sie oft mit anderen TeilnehmerInnen über das Gelernte! So erhalten Sie verschiedene Ansichten und Einsichten zum Lerninhalt. Und machen Sie aktiv Lernpausen! Denn in den Pausen lernt das Gehirn!

Mag. Wolfgang Steinert, BA, ist freiberuflicher Trainer und trainiert vieles, was eigentlich kompliziert erscheint: MS Excel, Word, PowerPoint, Outlook und am WIFI Wien auch Mathematik für die Berufsreifeprüfung. Anschaulich, mit Witz und Leidenschaft erklärt er Themen, vor denen TeilnehmerInnen sonst zurückschrecken. Sich selbst erlebt der Trainer und ausgebildete Coach immer wieder als Lernender: von neuen Inhalten, neuen Methoden oder auch neuen Musikstücken.

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