Das Telefon klingelt in Dauerschleife, dutzende E-Mails trudeln ein und die Mittagspause fällt privaten Erledigungen zum Opfer. Damit wir auch diese Tage meistern können, ist es wichtig, kurze Entspannungspausen einzulegen. Unsere Yoga-Trainerin Ingrid Redl verrät drei einfache Yogaübungen, die beim Energietanken und Durchatmen helfen.

Yoga – Eine Lebensphilosophie für jedermann

Das Wort Yoga stammt aus dem Sanskrit, der ältesten Schriftsprache der Welt und bedeutet so viel wie „Vereinigung“. Heute gehen wir davon aus, dass damit die Verschmelzung verschiedener Elemente wie Körper und Geist oder Sonne und Mond gemeint ist. „Das Schöne an Yoga ist: man lernt, sich wieder zu spüren, mehr Freude am Umgang mit sich und seinen Mitmenschen zu haben.”, so Ingrid Redl. Die folgenden 2 Asanas (Körperstellung) und die gezeigte Atemtechnik eignen sich gut fürs Büro und auch für Yoga-Anfänger.

 

1. Yogaübung: Entspannung für Nacken und Hals

  • Für diese Übung sitzen wir aufrecht auf dem Bürostuhl.
  • Wir ziehen die Schultern beim Einatmen hoch zu den Ohren. Beim Ausatmen lassen wir sie wieder fallen. Das wiederholen wir zwei- bis dreimal.
  • Wir neigen den Kopf nach rechts und legen die rechte Hand über den Kopf auf das linke Ohr. Achtung, nicht ziehen.
  • Die linke Hand drehen wir gleichzeitig nach außen mit der Handfläche zur Decke.
  • Wir bleiben in dieser Position für ein paar Atemzüge und wechseln die Seite.
  • Zum Abschluss senken wir den Kopf langsam, sodass das Kinn für ein paar Atemzüge in Richtung Brustbein zeigt.

 

2. Yogaübung: Stärken und Entspannen der Handgelenke

  • Wir sitzen aufrecht auf dem Bürostuhl, die Beine stehen im rechten Winkel und hüftbreit auf dem Boden.
  • Die Finger sind ineinander verschränkt und wir zeichnen mit den Händen 8er in die Luft.
  • Danach strecken wir den rechten Arm mit der Handfläche nach oben aus und ziehen die Finger mit der linken Hand zum Ellbogen. Dabei atmen wir in die Dehnung hinein.
  • Wir bleiben in dieser Position für ein paar Atemzüge und wechseln die Seite.
  • Nun kehren wir die Übung um. Dazu strecken wir wieder den rechten Arm, dieses Mal mit dem Handrücken nach oben. Mit der linken Hand ziehen wir die Finger nach hinten. Ein paar Atemzüge halten und wechseln.

 

3. Atemtechnik: Teetassen-Atmung gegen Stress

  • Wir kommen in eine aufrechte, bequeme Sitzposition.
  • Wir bringen die Hände so zueinander, als wollten wir unsere Finger an einer heißen Teetasse wärmen. Dabei berühren sich Handballen und Daumen.
  • Langsam führen wir die Hände an den Rumpf heran und ziehen sie so nahe wie möglich zum Mund. Dabei neigen wir den Kopf leicht nach vorne.
  • Die Schultern entspannen sich, die Augen sind geschlossen.
  • In dieser Position atmen wir tief durch die Nase ein und langsam durch den Mund aus. Dabei hauchen wir den Atem durch die geschlossenen Daumen als wollten wir den heißen Tee ein wenig abkühlen. Das wiederholen wir zwei- bis dreimal.

Ingrid Redl (Time for Yoga) ist Yoga-Trainerin und Leiterin der Ausbildung zum diplomierten Yoga-Lehrer am WIFI Wien.

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